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Energiesparhäuser

Niedrigenergiehaus

Mit der geplanten Energieeinsparverordnung der Bundesregierung soll Niedrigenergie-Bauweise künftig bundesweit zur Regel werden.
Niedrigenergiehäuser haben gegenüber üblichen Neubauten einen um 25 bis 35 % niedrigeren Heizwärmebedarf durch besser gedämmte Bauteile. Je nach Mauerwerk oder Holzbauweise sind die Außenwände 12 – 20 cm stark gedämmt, die Dächer sind mit 25 – 30 cm und die Kellerdecke mit 9 – 12 cm Dämmstoff ausgestattet. Die Fenster haben 2-Scheiben Wärmeschutzverglasungen mit U-Werten um 1,3 W/m²K. Oft haben Niedrigenergiehäuser zusätzlich einfache Lüftungsanlagen. Auf eine normale Heizungsanlage kann jedoch nicht verzichtet werden.

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Nullenergiehaus

Nullenergiehäuser versuchen ohne Heizungsanlagen auszukommen. Dämmstoffschichten zwischen 20 und 45 cm umhüllen das Gebäude, Fenster haben Dreifachverglasung oder Kastenfenster und die Lüftungsanlagen sind mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Um den geringen Restwärmebedarf im Winter zu decken, verfügen Nullenergiehäuser zusätzlich über sehr große Solaranlagen und Heizwasserspeicher. Mit den Speichern wird die im Sommer im Überschuss verfügbare Solarenergie für den Winter gelagert.

Der etwa 3-fache Investitionsaufwand für den sehr hohen Wärmeschutz, die solare Wärmegewinnung und die Speicherung ist unverhältnismäßig hoch und lässt sich nicht aus den vermiedenen Heizkosten finanzieren.

Passivhaus

Passivhäuser haben einen ähnlich geringen Heizwärmebedarf wie Nullenergiehäuser. Sie verzichten aber auf die eigene Energiegewinnung und -speicherung. Ein Passivhaus soll so gut gedämmt sein, dass die wenige restliche Heizwärme nur über die vorhandene Lüftungsanlage verteilt werden kann. Dadurch kann auf ein zusätzliches konventionelles Heizwärmeverteilsystem (Heizkörper und Leitungen) verzichtet werden. Mit dieser Kostenersparnis kann der Mehraufwand für bessere Dämmung und Lüftungstechnik gegenüber einem Niedrigenergiehaus finanziert werden. Der Jahresheizwärmebedarf darf nicht größer als 15 Kilowattstunden pro m² beheizter Fläche sein.
Passivhäuser bieten wie Nullenergiehäuser eine hohe thermische Behaglichkeit, einwandfreie Lufthygiene und ein vergleichbar niedriges Verbrauchsniveau, aber zu deutlich niedrigeren Kosten.